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Hygienemuseum Dresden
Ein Museum vom Menschen
In der Dauerausstellung "Der Mensch" werden die biologischen, sozialen und
kulturellen Aspekte des menschlichen Lebens beleuchtet.
Ergänzt wird dies von ständig wechselnden, ungewöhnlichen und interessanten Sonderausstellungen. |
Geschichte
Das Deutsche Hygienemuseum Dresden wurde zwischen 1927 und 1930 nach Entwürfen von Wilhelm Kreis
erbaut. Die inhaltlichen Schwerpunkte gehen auf eine frühe Idee Karl August Lingners zurück.
Nach Lingners Vorstellungen sollte es "eine Stätte der Belehrung" sein für die ganze Bevölkerung,
in der jedermann sich durch Anschauung Kenntnisse erwerben kann, die ihn zu einer vernünftigen
und gesundheitsfördernden Lebensführung befähigen". Diese Art der populärwissenschaftlichen
Darstellung hatte bereits 1911 auf der 1. Internationalen Hygiene-Ausstellung in Dresden großen
Anklang gefunden. Der erste Weltkrieg, die Inflation und nicht zuletzt Lingners früher Tod
verzögerten die Umsetzung dieser modernen Ideen jedoch erheblich.
Das Museum wurde 1930 mit der 2. Internationalen Hygiene Ausstellung eröffnet. Der dort erstmals
gezeigte "Gläserne Mensch" war eine Weltsensation. Wohl ganz im Sinne Lingners dienen diese
"Gläsernen Figuren" bis heute der populärwissenschaftlichen Aufklärung.
Nach 1933 wurden das volksaufklärerische Gedankengut des Hygienemuseum und seine hoch entwickelten
modernen Vermittlungsmethoden in den Dienst der nazistischen Rassenideologie gestellt.
Beim Bombenangriff auf Dresden im Februar 1945 wurden große Teile des Museumsgebäudes und wertvolle
Sammlungsbestände vernichtet. Während der DDR-Jahre nahm das Museum mit seinem "Institut für
Gesundheitserziehung" eine vergleichbare Aufgabe wahr wie in der Bundesrepublik die "Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufklärung".
Nach 1991 erhielt das Deutsche Hygienemuseum als Museum vom Menschen eine vollkommen neue Konzeption,
die mit zeitgemäßen Mitteln an den innovativen Ansatz seiner Gründerjahre anknüpft.
Nachdem es 1991 in eine nachgeordnete Behörde des Sächsischen Staatsministerium für Soziales,
Gesundheit und Familie überführt worden war, stellte die 1999 erfolgte Überleitung des Hygienemuseums
in eine Stiftung bürgerlichen Rechts eine große Zäsur dar, die jedoch viele Entwicklungsmöglichkeiten
eröffnete. Die jetzige Stiftungskonstruktion, an der sich der Freistaat Sachsen, die Landeshauptstadt
Dresden, die DKV Deutsche Krankenversicherung AG als Unternehmen der Privatwirtschaft sowie optional
auch der Bund beteiligen, stellt einerseits eine innovative zeitgemäße Lösung dar, andererseits aber
handelt es sich um eine Rückkehr zu einer Organisationsform des Museums, die in dieser Weise bereits
in den zwanziger Jahren bestand.
Tip!
Die "Gläserne Frau" wird im Hygienemuseum quasi als Nachfahrin der Figur von 1930 gezeigt und lässt
die Besucher Aufbau und Funktion der inneren Organe "durchschauen".
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Öffnungszeiten:
Di bis So, Feiertage:
10:00 - 18:00 Uhr
Deutsches Hygienemuseum
Lingnerplatz 1
01069 Dresden
Tel.: 03 51 / 4 84 66 70
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